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Mit Mops bist du niemals alleine….

…auch nicht auf dem Klo…

Ich höre von vielen Mopsbesitzern wie schön es ja ist einen Mops zu haben, weil er einen niemals alleine lässt. Egal ob man grade kocht, die Wäsche macht oder in der Wanne liegt. Der Mops ist so ein treuer Hund und begleitet einen überall hin. Er ist schließlich auch ein Begleithund und bei denen muss es ja auch einfach so sein. Die Menschen genießen die Aufmerksamkeit des Hundes und fühlen sich als richtige Rudelführer. Aber ist das wirklich so?

Der Mops ist anhänglich und liebt seinen Menschen über alles. Natürlich mag das sein und es ist ja auch gut, dass es so ist. Ich denke die meisten Hunde lieben ihren Besitzer. Ich liebe auch meine Familie oder meinen Partner, aber dennoch lasse ich sie alleine auf die Toilette und an guten Tagen sogar alleine das Haus verlassen. 😉

Zunächst möchte ich klarstellen, dass ich natürlich keine Hundepsychologin bin, sondern hier nur von meinen Erfahrungen, Gedanken und Gesprächen mit Tiertrainern erzähle. Das Thema war in unserer Hundeschule oft im Gespräch, da es natürlich nicht nur bei Möpsen vorkommt.

Ich bin immer wieder von jedem Beitrag schockiert, wie viele Hundeeltern das Hinterherlaufen einfach so hinnehmen und ich muss sagen, dass mir die Hunde, unsagbar leid tun. Wieso? Lauf du doch mal den ganzen Tag deinem Partner hinterher. Egal ob tagsüber oder nachts. Geht dein Partner in die Küche, nix wie hinterher. Dein Schatz wacht nachts um 4 auf und muss mal ins Bad? Dann gehst du natürlich mit. Das kann auf Dauer sehr sehr anstrengend sein.

Wusstest du? Ein Hund im Erwachsenenalter ruht etwa 17-20 Stunden pro Tag. Ältere Hunde sogar bis zu 22 Stunden. Dass Schlaf besonders wichtig ist, ist ja kein neues Thema. Das ständige Aufwecken von Tieren soll sogar ihre Lebenszeit verkürzen.

Wenn du also gemütlich auf der Couch sitzt und dir einen Joghurt aus dem Kühlschrank holst ist dein Hund ruckzuck wieder hellwach und leitet sämtliche Aufmerksamkeit auf dich. Möchtest du dir nach dem Essen nochmal ein Glas Wasser holen, wird er wieder aus seiner Ruhephase geholt. So geht es im schlimmsten Fall den ganzen Tag. Dass das nicht gesund sein kann, muss uns doch unser Menschenverstand sagen.

Bei Welpen ist das natürlich etwas anderes. Die haben in der Regel noch den Folgetrieb und sind meist einfach noch unsicher.

Welpen sollte man zunächst eine Zeit der Eingewöhnung geben uns an der Bindung und den Rangordnung arbeiten.

Trennungsprobleme? Kontrollwahn? Fehlendes Vertrauen? Belohnung?

Die wenigsten schauen aber mal hinter das Problem, da sie es als vollkommen in Ordnung abstempeln.

Ich möchte euch einige Gründe aufzeigen,die in Frage kommen, wenn der Hund überall mit möchte.

In erster Linie, könnte es sein, dass er Angst hat euch zu verlieren. Er hat sich so sehr auf euch eingestellt, dass er euch nicht verlieren möchte. Aber so süß es sich auch anhört, ist das eigentlich auch sehr traurig. Denn das zeigt auch gleichzeitig, dass er nie gelernt hat alleine zu bleiben. Ihm fehlt das Vertrauen, dass ihr als Mensch wieder zu ihm zurück kommt. Wenn dein Hund schon Sorge hat, wenn du den Raum verlässt. Wie ist es dann, wenn du die Wohnung verlässt? Diese riesige Angst muss grausam für die Hunde sein.

Es kann aber auch heißen, dass er euch nicht vertraut. Er begleitet euch auf Schritt und Tritt um sicherzugehen, dass nichts passiert. Er ist eigentlich der Rudelführer und kontrolliert so was ihr da treibt. Offenbar könnt ihr weder für euch, noch für euren kleinen Mops sorgen. Denkt er zumindest.

Zeigt eurem Hund, dass es gar nicht schlimm ist, wenn ihr mal den Raum verlasst.

Viele haben es ihrem Hund aber auch einfach genau so beigebracht. Der Mops hat gelernt, laufe ich Frauchen hinterher, dann freut sie sich und es gibt Leckerchen, Streicheleinheiten oder liebe Worte. Der Hund denkt also, dass es gut ist, dass er so auf dich Acht gibt und aufpasst, dass Frauchen nichts passiert.

Wie bringe ich den Hund zur Ruhe?

Balou und Lotta waren natürlich genau so und wir haben auch sehr lange gebraucht dieses Verhalten richtig zu deuten und zu unterbinden.

Wir haben es gut in den Griff bekommen, indem wir sie immer wieder auf ihren Platz geschickt haben. Wir sind auch manchmal einfach planlos durch die Wohnung gewandert. Wir sind einfach mal von Raum zu Raum gelaufen, ohne Ziel und ohne dabei irgendwas besonderes zu tun.

Sie haben dann schnell gemerkt, dass es gar keinen Grund gibt zu kontrollieren und haben sich dann abgelegt. Irgendwann wird es selbst einem Mops zu langweilig.

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