Ein Hund im Büro? – Was ist zu beachten?

Wie einige ja sicherlich wissen waren Lotta und Balou lange Bürohunde.
In meinem vorherigen Job habe ich sie täglich mit zur Arbeit genommen. Der Grund dafür lag an den Arbeitszeiten. Meist habe ich von 8:00-17:00 gearbeitet. Meine und Max Arbeitszeiten lagen so ungünstig , dass die beiden mindestens 6 Stunden alleine geblieben wären.
In meinem neuen Job sind die Arbeitszeiten etwas flexibler, sodass ich die beiden mit gutem Gewissen zuhause lassen kann. Um halb 6 Morgens das Haus verlassen ist auch gar nicht nach dem Geschmack der Möpse.

Dennoch habe ich gedacht, dass ich mal meine Erfahrungen zum Thema „Hund im Büro“ mal zusammenfasse.

Wir Hundebesitzer würden sofort unterschreiben, dass Hunde im Büro die Stimmung heben. Aber natürlich sieht das nicht jeder so. Mittlerweile gibt es aber viele Büros in denen Hunde erlaubt oder sogar gerne gesehen sind.

Die Absprache

Zunächst müssen natürlich die Geschäftsführer und Vorgesetzten um Erlaubnis gefragt werden. Bei mir was das bisher immer ganz problemlos und unbürokratisch. Ihr könnt eurem Chef ja auch zum Beispiel eine Art „Probezeit“ für den neuen, haarigen Kollegen vorschlagen. So habt ihr genug Zeit zu zeigen, dass es klappt.
Außerdem solltet ihr eure Kollegen fragen. Es gibt Kollegen, die schlichtweg Angst vor Hunden haben oder allergisch auf Hundehaare reagieren. Sollte dies der Fall sein, muss das auch akzeptiert werden.
Falls sich Kollegen kritisch zum Thema Flöhe, Krankheiten und Co. äußern, könnte ein Attest vom Tierarzt die Gemüter beruhigen.
Wenn ihr Kollegen und Chef überzeugt habt, dann kann es auch schon losgehen.

Die Büroknigge

Bevor ihr darüber nachdenkt euren Hund mit ins Büro zu nehmen, solltet ihr euch einige Fragen über den Hund stellen, denn nicht jeder Hund ist als Bürohund geeignet. Für einige kann es wirklich Stress bedeuten.
Generell wird empfohlen keinen Welpen mit ins Büro zu nehmen, da diese in der Regel noch nicht stubenrein sind und zu viel Aufmerksamkeit benötigen.
Balou durfte vom ersten Tag an mit. Aber und das ist ein ganz großes ABER: Mein Chef und meine Arbeitskollegen waren dermaßen Hundeverrückt, dass es sie nicht gestört, wenn man eine Pfütze auf das Laminat ging. Auch war es vollkommen in Ordnung, dass ich alle zwei Stunden kurz vor die Tür gegangen bin. In der Regel gilt immer, dass der Hund den Betriebsablauf nicht stören darf. Das tut in der Regel ein Welpe aber. Von daher würde ich euch wirklich empfehlen zunächst zu warten, bis das Grundgehorsam sitzt.

Die Fragen, die ihr euch stellen solltet sind:

  • Neigt mein Hund zu territorialen Verhalten?
    -> Falls ja, solltet ihr zunächst daran arbeiten. Ein Hund sollte keinesfalls Kollegen, Kunden, Chefs oder Besucher anbellen.
  • Reagiert mein Hund ängstlich oder aggressiv auf andere Hunde oder Menschen?
    -> Auch hier sollte zunächst daran gearbeitet werden!
  • Kann mein Hund alleine bleiben?
    -> Solltet ihr Meetings oder Kundengespräche haben, sollte der Hund alleine am Platz bleiben können.
  • Riecht mein Hund ab und zu streng?
    -> Da hilft nur eine regelmäßige Dusche. Keiner möchte mit einem Stinker in einem Büro sitzen 😛
  • Haart mein Hund viel?
    -> Die Möpse haaren extrem und so war es für mich ganz klar, dass ich die Haare nicht von der Putzfrau wegmachen lasse, sondern den Bereich selbstständig reinige und die Hunde vor dem Büro gut durchbürste
  • Lässt mein Hund Müll- und Papiertonnen in Ruhe?
    -> Natürlich hat keiner Lust auf Chaos im Büro!

Versucht immer euch in die Lage eurer Kollege hineinzuversetzen. Generell gilt der Hund sollte weitestgehend still und freundlich sein und keinen Dreck oder übliche Gerüchte hinterlassen.

Aber nicht der Hund hat sich an Regeln zu halten. Auch die Kollegen, sollten sich an Regeln halten.

  • Der Hund sollte nicht permanent betüddelt und gestreichelt werden. Liegt der Hund in seiner Box oder auf seinem Platz ist Ruhe angesagt.
  • Der Hund sollte sollte nicht ungefragt zum Spielen aufgefordert werden.
  • Die Damen des Büros sollten Kreischattakten vermeiden, wenn sie den Hund sehen. Ja, auch wenn er süss ist.
  • Der Hund sollte nicht ungefragt gefüttert werden. So ein Butterbrot oder ein Stück Currywust sollte lieber gegen die eigenen Leckerchen ausgetauscht werden
  • Und die wichtigste Regel: Läuft etwas nicht rund, sollte der Hundebesitzer darauf angesprochen werden!

Die Vorbereitung

Die Vorbereitung ist die Grundlage für einen guten Start im Büroleben. Aber nun tatsächlich zu der Vorbereitung.

Was benötigt ein Hund im Büro?

  • Decke, Körbchen oder Box
  • Näpfe
  • Handtuch (um die Pfötchen und das Fell zu trocknen, falls es in der Pause regnet)
  • Kotbeutel
  • Beschäftigung ( Spielzeug, Kong, Kausnack….)
  • kurze Leine für den Anfang (falls der Hund nicht auf seinem Platz bleibt)
  • Küchenrolle
  • Febreze

Ich hatte außerdem ein Kindergitter gekauft und an der Tür zu unserem Büro befestig. Wir haben unsere Tür immer gerne offen gehabt und ich wollte Balou und Lotta nicht unbedingt anleinen. So konnte unsere Tür offen sein, aber die Hunde sich trotzdem frei bewegen.

Die Beschäftigung

So ein Hund möchte im Büro natürlich beschäftigt werden.
Es gilt immer: Vor einem Bürotag sollte der Hund genügend Auslauf bekommen. Es ist wichtig, dass er ausgelastet ins Büro geht um Konflikte zu vermeiden. Ansonsten sollte der Hund natürlich regelmäßig seine Geschäfte erledigen können. Der eine Hund benötigt etwas öfter eine kurze Runde und der andere etwas weniger, aber die Mittagspause steht ab sofort ganz im Zeichen des Hundes. Informiert euch am besten im Vorfeld wo ihr eure Mittagspause hundgerecht verbringen könnt.

Im Büro könnt ihr den Hund natürlich mit Spielzeug oder Kausnacks beschäftigen. Achtet hierbei aber darauf, dass die Spielzeuge keine Geräusche machen und die Snacks nicht unangenehm für die Kollegen riechen.

Falls ihr einen Hund habt, der gerne apportiert, könnt ihr ihn auch in den Büroalltag mit einbinden.
Wie wäre es denn, wenn er eure Papierkugeln in den Mülleimer wirft? Er könnte eure Stifte aufheben, die euch herunter fallen oder aber auch kleinere Botengänge erledigen, wenn er sich an das Büro gewöhnt hat und die Kollegen ihn kennen und natürlich damit einverstanden sind.

Ansonsten bin ich auch ein großer Fan von Intelligenzspielen. Ich stelle euch in einem separaten Post gerne einige Spiele gegen Langeweile vor.

Berichtet mir doch gerne mal in den Kommentaren ob ihr eure Hund mit ins Büro nehmen dürft und wie es klappt.

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