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Ein Mopspärchen halten – Geht das überhaupt?

Oft werde ich gefragt ob ich züchten möchten , weil ich zwei unterschiedliche, aber intakte Geschlechter habe. Die Antwort lautet ganz klar: Nein! Das überlasse ich dann doch lieber den zuverlässigen, professionellen Mopszüchtern.

Ich habe mich trotz eines Rüden im Haus für eine Hündin entschieden, weil Lotta sich einfach im ersten Augenblick wortwörtlich in mein Herz geknutscht hat.

Aber ist es überhaupt Möglichkeit zwei intakte Hunde mit unterschiedlichem Geschlecht zu halten?

Ja schon, aber hier kommt ein ganz großes ABER.
Ich erzähle euch mal unsere Läufigkeitsgeschichte und ihr werdet ganz schnell erkennen, wieso es ein aber gibt.

Balou fing irgendwann an etwas mehr an Lotti zu schnuppern und Lotti pinkelte bei einem normalen Gassigang alles an. Sogar die Stellen, die Balou vorher markiert hat. Da wurde mir ganz schnell klar, der kleine Klops wird das erste mal läufig!

Die ersten Tage liefen relativ entspannt. Balou schnupperte öfter mal, aber lies sich von einem „Nein!“ schnell davon abbringen und beschäftigte sich doch lieber mit sich selber.
Nun standen wir einen Morgen auf und Balou war wie ausgewechselt. Die Standhitze kam mit voller Wucht und hat uns quasi mit der Faust ins Gesicht geschlagen, damit wir sie bloß nicht verpassen wie spaßig es mit ihr werden kann!

Balou war ein anderer Mops mit einer attraktiven Stiefschwester an der Seite. Er konnte nicht mehr schlafen, hat Lotta keine Sekunde aus den Augen gelassen und weinte bitterliche, kugelrunde Mopstränchen, wenn er nicht zu ihr konnte. Es war eine Katastrophe. Für unseren Schlaf, für Lotta, die natürlich auch nicht an Balou durfte und für Balou, bei dem jede kleinste Gehirnzelle auf Fortpflanzung gepolt war. Sogar die Futtergehirnzellen, wollten nicht mehr fressen, sondern anderweitig Spaß haben.

Wir mussten beide also ganz strikt trennen. Wenn ich auch die Toilette musste, musste Lotti mit. Balou durfte nicht mehr im Bett schlafen, sondern wurde an seinem Körbchen angebunden. Getrennt Gassi gehen. Getrennt duschen. Eigentlich alles getrennt. Das war für die beiden wirklich keine angenehme Zeit,

Genau so plötzlich wie unsere Freundin die Standhitze da war, verschwand sie aber auch wieder. Eines Morgens war Balou plötzlich wieder der alte Grummelmops, der eher genervt von dem weißen flauschigen Knäuel war und lieber seine Ruhe hatte.

Das Ergebnis aus der Geschichte:

Ja, es ist möglich ein intaktes Pärchen zu halten, aber es kommt mit Stress einher. Man muss gut planen und dafür sorgen, dass sie niemals, auch nicht nur eine Sekunde unbeaufsichtigt sind. Wer die Möglichkeit hat, seinen Rüden während der Stehtagen auszuquartieren, sollte dies wirklich ohne schlechtes Gewissen tun.

Noch ein Aber zum Schluss:
Auch wenn die Zeit stressig ist und ich Balou am liebsten eigenhändig kastriert hätte, die Läufigkeit einer Hündin ist NIEMALS ein Grund zu Kastration. Bevor man sich eine Hündin zu einem Rüden oder andersherum holt, sollte man sich dem Stress bewusst sein.

2 Kommentare zu „Ein Mopspärchen halten – Geht das überhaupt?

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