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Shooting mit Hund – Wozu, warum und was man beachten sollte!

Oft höre ich, dass es doch Quatsch sei, dass ich Balou und Lotta so oft fotografieren lasse oder sie selber fotografiere.
Viele gehen aber direkt davon aus, dass es Stress für die Hunde bedeutet neue Menschen kennen zulernen und dann auch noch so still zu posieren. Das mag sein, dass es für einige Hunde schwierig ist, aber die Möpse sind zum Glück sehr offen Menschen gegenüber. Deshalb ist der Stresspegel sehr gering.
Es macht uns Spaß und auch die Hunde blühen regelrecht vor der Kamera auf und lieben es ihre Tricks abzuspulen, um natürlich noch ein Keks abgreifen zu können.

Aber ich wollte euch gerne einige Tipps mit auf den Weg geben, wenn ihr aktuell darüber nachdenkt Fotos von eurem Hund machen zu lassen.

Wie finde ich den richtigen Fotografen?

Wenn ihr mal Fotograf und eure Heimatstadt googelt, dann werdet ihr vermutlich mit Fotografen aus eurer Stadt erschlagen. Also heißt es erstmal den richtigen Fotografen finden. Ich persönlich bin (mittlerweile) kein Fan mehr von Studioketten. Wir hatten mit Balou ganz am Anfang ein wunderbares Shooting bei einer bekannten Kette, bei dem wirklich tolle Fotos bei rum gekommen sind. Die Fotografin war super lieb und hat sich sehr viel Mühe gegeben. Also wollten wir das mit Lotta nochmal machen. Die Fotografin war zwar super bemüht und lieb, aber irgendwie wirkte alles hektischer. Beim ersten mal konnten wir uns die Fotos selbstständig ganz in Ruhe am PC anschauen und auswählen. Beim zweiten mal stand sie dabei und hat uns bei der Bildwahl etwas beeinflusst. Aus diesem Grund, ist bei dem Druck das ein oder andere Bild in der Auswahl gelandet, das wir im Nachhinein nicht ausgewählt hatten. Die Fotografen bei den Ketten sind eher für die breitere Masse. Sie fotografieren Tiere, Portrait, Kinder, Familien usw. Aber eine wirkliche Spezialisierung gibt es da nicht.

Es macht also Sinn in erster Linie nach Tierfotografen zu suchen.
Wir haben unsere liebste Fotografin übrigens zufällig über Instagram gefunden. Falls ihr aus Essen und Umgebung kommt, dann schaut also unbedingt bei Lenas Photobox vorbei.
Die meisten Fotografen haben ihre eigene Homepage mit einem Portfolio auf dem ihr sehen könnt was der Fotograf bisher gemacht hat und ob euch die Arbeiten gefallen.
Jeder Fotograf hat halt seine besondere Note und spielt der eigene Geschmack eine große Rolle.
Ich finde zum Beispiel, dass Christian Vieler wunderbare Schnapp- und Studiofotos macht, obwohl ich selber kein großer Fan von Studioaufnahmen vom Hund bin.

Hier seht ihr übrigens Whoozie, den Riesenschnauzermix meiner Schwester, der ein wunderbares Shooting bei Christian hatte. Das ist auf jeden Fall noch ein großer Wunsch von mir!

Man sollte also die Fotografen je nach Portfolio und Geschmack vergleichen.

Achtet nicht nur auf die Preise!

Natürlich ist es schön, wenn man etwas sparen kann, aber so ein Fotoshooting ist nie günstig, weil es mit wirklich viel Arbeit verbunden ist. Ein Fotograf macht pro Fotoshooting etliche Fotos. Diese müssen gesichtet & aussortiert werden. Meist erstellt der Fotograf nun einen Galerie, aus der ihr die Bilder aussuchen könnt, die ihr haben möchtet.
Danach wird jedes Bild individuell bearbeitet. Der Preis, den die Fotografen setzen ist also meist durchaus realistisch. Deswegen bitte ich euch wirklich nicht zu handeln und die Arbeit wirklich wert zuschätzen.

Muss mein Hund Tricks können?

Natürlich ist es für den Fotografen einfacher, wenn dein Hund die Grundkommandos beherrscht. Er muss dafür nicht unbedingt Tricks können. Falls er welche kann, ist das natürlich süß. aber niemals Muss. Am Ende wird der Hund so fotografiert wie er auch ist. Es gibt tolle Fotografen, die Hunde besonders gut in Bewegung oder im Spiel fotografieren können. Das ist besonders für die Hibbelhunde super. Dann wird einfach Ball gespielt und der Hund währenddessen fotografiert.

Wichtig: Setzt euch und euren Hund während dem Shooting niemals unter Druck. Vor allem Hunde, die die Situation noch nicht kennen oder mit Menschen unsicher sind, können nervös werden und die Kommandos vielleicht nicht perfekt umsetzen oder lösen ihr Kommando von alleine auf. Das ist aber kein Problem. Bleibt einfach ruhig und vermittelt eurem Hund diese Ruhe. Kein Fotograf denkt schlecht über euch, wenn euer Hund sich mal etwas daneben benimmt 😉
Ein guter Fotograf nimmt sich die Zeit und setzt euch auch nicht unter Druck. Fragt den Fotografen ruhig im Vorfeld wie lange er plant zu shooten. Die meisten werden euch lediglich einen Richtwert geben und euch auch sagen, dass es auch mal etwas länger dauern kann. Wichtig dabei sind auch kurze Pausen für den Hund, um den Druck der Situation mal abwerfen zu können.

Muss mein Hund ableinbar sein?

Nein, falls dein Hund unsicher ist oder er noch ganz kurz bei dir ist, muss er natürlich nicht ableinbar sein. Die Sicherheit des Hundes geht immer vor!
Die meisten Fotografen haben eine ganz dünne Führleine, die ihr beim Shooting benutzen könnt. Diese lässt sich leicht wegretuschieren. Sprecht das aber im Vorfeld unbedingt ab, falls euer Hund nicht ableinbar ist.

Worauf sollte ich kurz vor dem Shooting achten?

Wir haben vor dem Shooting mittlerweile eine kleine Routine. Der Tag davor läuft relativ ruhig ab, da wie schon erwähnt, so ein Shooting dem Hund einiges abverlangen kann. Die Energie kann er beim Shooting gut gebrauchen.
Die Möpse werden vor dem Shooting gebürstet. Bei Kurzhaarigen Hunden ist das weniger wichtig, als bei langhaarigen. Ein gepflegtes Fell sieht auf Fotos einfach immer besser aus.
Wir machen vorher immer nochmal die Augen sauber, da Tränenflecken auf Fotos nicht so schön aussehen und für den Fotografen immer zusätzliche Retuschearbeit bedeuten.
Balou und Lotta werden nie direkt vor dem Shooting gefüttert. Das gleiche gilt übrigens auch beim Training. Ein satter Hund hat nämlich meist wenig Lust auf Kommandos. Ich nehme die Ration dann lieber mit zum Shooting. Belohnung ist nämlich das A und O.

Was nehme ich zum Shooting mit?

  • eine Bürste bei langhaarigen Hunden
  • Leckerchen ! Ganz viele Leckerchen!
  • Tempos (falls die Augen mal dreckig sind)
  • Spielzeug
  • Wasser und ein Napf
  • ein Handtuch, falls Wasser in der Nähe ist

Lenas Photobox

Die liebe Lena von Lena’s Photobox war so lieb uns ein paar Fragen aus Fotografensicht zu beantworten 🙂
Wir haben Lena und ihre Arbeiten auf Instagram entdeckt. Ok, eher hat sie uns entdeckt und gefragt ob wir nicht mal Lust auf ein Stadtshooting haben. Gefragt, getan. Mittlerweile haben wir uns schon einige Male getroffen. Ich bin unglaublich fasziniert von ihrer Arbeit und von der Ruhe und Liebe, die sie den Hunden vor der Kamera gegenüber bringt.

Wie kommst du zum Fotografieren?

Mein Hund Jasper kam im Oktober 2011 zu uns… Im Winter 2013 wurde er für ein Shooting von einer Fotografin angefragt. Ich fand die Bilder so toll, dass ich mich gefragt habe, ob ich das nicht auch kann… Damit ging es los..:D

Wie lange fotografierst du schon? Und wann warst du soweit, dass du dich an “fremde” Hunde ran getraut hast?

Ich fotografiere nun seit gut 3 Jahren und habe es seit 1 ½ Jahren als mein Nebengewerbe angemeldet… Ich habe sehr viel mit Jaspi fotografiert und die Bilder haben Freunden und Bekannten so gut gefallen, dass ich angefangen habe, auch die Hunde von Freunden zu shooten… ☺

Wie kamst du dazu, ausgerechnet Hunde zu fotografieren?

Tja… Das ist wohl eindeutig Jasper Schuld. Er hat es von Anfang an geliebt, vor der Kamera zu stehen und hat es mir deshalb super leicht gemacht, zu üben… Ich habe einfach so viel Spaß daran, mit Hunden zu arbeiten ♥

Fotografierst du nur Hunde?

Nein, nicht nur.. Ich fotografiere zwar sehr viele Hunde, aber auch Pferde… Ich hatte aber wirklich schon viele verschiedene Tiere vor der Linse… Hunde, Pferde, Kaninchen, Katzen Meerschweinchen, Hausfuchs, Esel, Rehe, etc. Ich bin da wirklich für alles offen! Ab und zu sind es auch Mensch und Tier oder nur Menschen bei besonderen Anlässen (Hochzeit, Junggesellenabschied, Babybauchshooting, Neugeborenen Shooting, etc.).

Falls nein: Was war das außergewöhnliche Tier, das du vor der Linse hattest?

Das außergewöhnlichste Tier bis jetzt war wohl der Hausfuchs… Das war wirklich eine interessante Erfahrung!

Gibt es ein Wunschtier oder eine Wunschrasse, die du unbedingt fotografieren möchtest?

Hmmm…. Schwierig.. Es gibt schon einige Rassen und auch Mischlinge, die ich gerne mal fotografieren würde… Alle Tiere sind für sich wundervoll und ich hoffe, dass ich noch ganz viele kennenlernen darf!

Was war die schönste Erfahrung, die du bisher bei einem Shooting hattest?

Die schönste Erfahrung ist immer, wenn meine Kunden von den Bildern begeistert sind, sie ihren Freunden und Familien zeigen und im Internet präsentieren ♥ Außerdem haben sich durch die Shootings schon einige Freundschaften entwickelt… Das ist so wundervoll!

Und die schlechteste?

Gott sei Dank habe ich bislang nicht viele schlechte Erfahrungen gemacht. Völlig unverständlich habe ich für eine Kundin einmal 2 riesige Leinwände von ihren Hunden bestellt, die sie weder bezahlt noch abgeholt hat.. Das war schon sehr ärgerlich.. Bis heute stehen sie bei uns rum. Ich möchte sie nicht einfach weg werfen…

Wo fotografierst du am liebsten?

Am liebsten fotografiere ich in der Natur… Es gibt so viele Möglichkeiten (Strand, Blumenwiese, Sonnenuntergang etc.). Aber einige Projekte, sowohl mit Hund als auch Pferd, haben schon in der Stadt stattgefunden. Nicht zu vergessen, mache ich zwischendurch auch Studioprojekte, die ich ziemlich gerne mache! Ich liebe einfach die Vielfalt der Fotografie!

Jaspi begleitet dich ja oft zu Shootings. Wie hast du ihm beigebracht so ruhig zu bleiben?

Meine Mum sagt immer, dass ich eine unglaubliche Ruhe ausstrahle – sowohl auf Jasper als auch auf andere Hunde – Eigentlich war Jasper von Anfang an dabei… Bei Gruppenshootings und auch bei Shootings mit Einzelhunden.. Er ist ein wirklich ruhiger Hund, der nicht unbedingt mit jedem Hund spielen möchte.. er legt sich einfach entspannt zu mir.. mit jedem Shooting wurde es besser… Heute bin ich mir sicher, dass er auf manche etwas nervösen Hunde (oder auch Besitzer) ebenfalls Ruhe ausstrahlt ♥
Er kommt allerdings auch nicht auf jedes Shooting mit.. Ich spreche das vorher mit den Besitzern ab und schaue, wie er generell drauf ist!

Was ist dein Lieblingstrick?

Uhh.. Es gibt so viele tolle Tricks.. aber ich liebe es einfach, wenn Hunde den Kopf ablegen.. es ist immer soo putzig! Und bei Pferden ist es wohl das Steigen… Sie wirken da umso imposanter!

Hast du ein Tipp, damit man auch mit dem Handy ein paar schöne Fotos hinbekommt? (Perspektive, Licht, besondere Ideen)

Der erste Tipp ist auf jeden Fall mal zu versuchen, den Hund auf Augenhöhe zu fotografieren… Ja genau.. dafür muss man sich schon einmal hinknien oder sogar hinlegen… Ihr glaubt gar nicht, wie oft ich im Dreck liege… 😀
Ihr könnt mir glauben, es lohnt sich! Versucht einen „ruhigen Hintergrund“ zu finden, der am besten recht weit weg von eurem Hund ist… So liegt der Fokus direkt auf eurem Hund und nichts lenkt ab… Außerdem empfehle ich euch, in eure freie Hand ein Leckerli oder Spielzeug zu nehmen, damit eurer Hund aufmerksam in Richtung Kamera schaut!

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