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Welttierschutztag – Tierschutzhund oder Zuchthund?

„Adopt, don’t shop!“ ist aktuell das Motto! Wenn es darum geht, dass ein neues Familienmitglied einziehen soll, wird man früher oder später damit konfrontiert, woher das neue Mitglied eigentlich kommen soll.
Das ist natürlich keine Entscheidung vor der man dann steht. Aber beide Herkunftsarten haben Vor- und Nachteile.

Es gibt so viele Vorurteile gegenüber Hunden aus dem Tierschutz. Einer ist zum Beispiel, dass Hunde aus dem Tierschutz alle krank sind und meistens hohe Tierarztkosten mit sich ziehen.
Das ist ganz klar falsch! Tierschutzhunde sind in den meisten Fällen besser von Tierärzten betreut, wie so einige Zuchthunde. Vor dem Einzug in eine neue Familie werden die Hunde auf den Kopf gestellt, kastriert und erhalten sämtliche Impfungen, die nötig sind. Dass ein Hund aus dem Tierschutz auch mal krank werden kann, ist selbstverständlich. Aber sie werden sicherlich nicht öfter krank, als Zuchthunde.

Ein weiterer ist, dass alle Hunde aus dem Tierheim oder Tierschutz Problemhunde sind, die noch mehr Zeit benötigen als ein Welpe. Auch ich hatte diese Vorurteile und habe mich aus diesem Grund für zwei Welpen entschieden.

Mittlerweile sehe ich das Thema aber wesentlich entspannter. Der Grund dafür ist: Whoozi!
Whoozi ist ein Riesenschnauzermix, den meine Schwester und ihre Familie vor etwa drei Jahren von der Schnauzernothilfe e.V. adoptiert haben.

Als Whoozi eingezogen ist, war er ein unsicherer, etwas ängstlicher junger Hund.
Das hat sich aber unglaublich schnell gelegt. Meine Schwester ist, genau wie ich, absoluter Hundeneuling und hatte vor Whoozi noch keinen Hund. Wie jeder neue Hundebesitzer hat sie sich eingelesen und viel recherchiert, wie man zunächst mit (Tierschutz-) Hunden umgeht.
Schnell aber hat sie die Bücher in der Ecke stehen gelassen und sich auf ihren Instinkt verlassen und sich von Whoozi leiten lassen.
Und siehe da: Aus Whoozi ist ein mutiger, lustiger Clown geworden, der zwar noch Angst vor Feuerwerk hat, aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, kann das auch bei jedem Hund vom Züchter passieren.
HIER könnt ihr mehr von Whoozi nachlesen.

Natürlich weiß ich, dass es nicht bei jedem Hund so gut läuft wie bei Whoozi, aber ich für meinen Teil habe gelernt, dass man hier nicht vorschnell urteilen darf.

Man sollte sich die Vereine ganz genau anschauen, da es hier leider auch schwarze Schafe gibt. Generell gilt hier auch das selbe wie der Suche nach einem guten Züchter: Vertraut eurem Bauchgefühl. Kommt euch eine Organisation nicht ganz geheuer vor, dann sucht lieber weiter.

Es gibt für die meisten Rassen eigene Vereine. So gibt es zum Beispiel auch für Möpse die Mops-Engel, die nebenbei gesagt, auch eine ganz tolle Arbeit leisten.
Hier werden Möpse in Not unterstützt und weiter vermittelt, wenn die Besitzer sich z.B nicht mehr kümmern können.

Die Mops-Engel leisten auf diversen Hundetreffen ganz wunderbare Aufklärungsarbeit.
Also bitte, gebt auch Tierschutzhunden eine Chance. Ich habe definitiv aus meinen Vorurteilen gelernt und werde nicht mehr zus schnell urteilen. Und wer weiß? Vielleicht zieht irgendwann sogar ein Nothund bei uns ein.

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