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Welcher Hund passt zu mir?

Diese Frage sollte man sich unbedingt stellen, bevor ein neuer Hund einzieht. Es gibt etliche Hunderassen und zusätzlich noch mehr Mischlinge.
Ich hab für euch mal zusammengefasst worauf es bei der Wahl ankommt und wieso ich mich für den Mops entschieden habe.

Welche Hunderasse passt zu mir und meinem Leben?

Ich hab fast vergessen, wie aufregend die Zeit vor dem Einzug des Hundes ist. Man grübelt herum ob es ein Welpe oder ein älterer Hund sein soll. Man ließt sich so viele Bücher und gefühlt 1000 Websites über Hunde durch um auch jedes Charaktermerkmal zu erfahren.
Am Ende bleibt die Entscheidung fürs Leben. Für ein ganzes Hundeleben um genau zu sein und diese Entscheidung sollte nie leichtfertig getroffen werden.
Aber wie finde ich denn nun die richtige Rasse?

Wie finde ich die richtige Rasse für mich?

Zunächst solltet ihr euch einige Fragen beantworten.

Wie soll mein Hund sein?
Die Frage aller Fragen! Soll mein Hund ein guter Partner auf der Couch sein? Soll er eine Sportskanone sein und mich beim Sport begleiten? Möchte ich mit ihm zur Jagd? Soll er das Haus bewachen?
Zunächst sollte man sich klar werden, welche Aufgabe bzw. welche Rolle der Hund in meinem Leben einnehmen soll.

Was für ein Typ bin ich?
Neben der Aufgabe spielt der Hundehalter natürlich eine große Rolle. Wenn es nach mir ginge, könnte ich den ganzen Tag mit Hund durch den Wald wandern. Falls mir in der nächsten Zeit keiner einen Job als Försterin anbietet, muss ich wohl oder übel leider weiter ins Büro. Also benötige ich einen Hund, der unter der Woche auch mal mit etwas weniger Auslastung zurecht kommt. Hier nochmal unser Beitrag zum Thema Hund im Büro.
Des Weiteren sollte man sich fragen was die eigenen Hobbys sind. Wenn ich sowieso jeden Tag joggen gehe, kommt eine sportliche Rasse natürlich eher für mich in Frage, als wenn ich eher der Netflix & Chill – Typ bin.

Wie wohne ich?
Jede Hunderasse hat eigene Ansprüche an Platz und Wohnraum. Während man einen Mops perfekt in der Stadt halten kann ist, ist der Border Collie in ländlicheren Gegenden glücklicher.
Das heißt natürlich nicht, dass einige Rassen in der Stadt nicht haltbar sind, aber man muss sein Leben nochmal etwas mehr dem Hund anpassen.

Wer hat an der Uhr gedreht?
Die Zeit rennt uns grundsätzlich immer davon. Die Frage ist dann also, wie viel Zeit kann und will ich in den Hund investieren?
Es gibt Rassen, die pflege intensiver sind, als andere. Einige Rassen müssen täglich gebürstet werden, die anderen müssen besonders ausgelastet werden. Deswegen ist es besonders wichtig, sich über die Rasse gut zu informieren.

Aber, wie informiere ich mich richtig?
Ich habe zu Anfang den Fehler gemacht und habe viele Rassebücher gelesen. Mir ist nach einer Weile aufgefallen, dass diese jedoch sehr subjektiv geschrieben sind und sich alle Bücher sehr ähneln. Man kann zwar grobe Informationen entnehmen, aber wie der Hund sich wirklich entwickelt weiß natürlich niemand.
Als Beispiel stand in vielen Rassebücher über den Mops, dass er etwa wöchentlich bis alle 2 Woche gebadet werden sollte, da er sonst zu sehr haart. Ja, Balou und Lotta haaren, aber in die Wanne kommen sie dennoch nicht. Sie werden gebürstet und das Fell wird durch Öle im Futter gepflegt und gestärkt.
Deswegen empfehle ich euch:
Redet mit Hundebesitzern! Schaut euch online um ob es Blogs oder Instagramprofile zu eurer Wunschrasse gibt. Schreibt die Leute an und tauscht euch aus. Jeder Hundebesitzer redet wirklich gerne über seinen eigenen Hund. 😉
Kommt mit der Rasse in Kontakt! Schaut euch um, ob es Züchter in eurer Umgebung gibt und vereinbart ein Treffen. Selbst wenn der Züchter keine Welpen hat, leben die Elterntiere ja da und auch die Züchter beantworten gerne Fragen.
Redet mit einem Tierarzt! Tierärzte sehen am Tag viele Hunde, verschiedener Rassen. Sprecht ruhig einen Tierarzt auf seine Erfahrungen und seine Sichtweisen an.
Redet mit Hundetrainer! Das selbe wie beim Tierarzt, gilt natürlich auch für Hundetrainer. Viele Trainer bieten sogar an, dass sie bei der Suche nach dem richtigen Hund helfen. Außerdem besteht so schon mal der erste Kontakt für Trainingsstunden oder Hundesport.

Modehund!
Genau so wie bei Menschen auch, sollte immer gelten: Charakter vor Aussehen. Wir haben schon oft unterstellt bekommen, dass wir nur Möpse halten, weil es halt „Mode“ sei. Genau so wie viele Blondinen Chihuahuas in ihrer Handtasche halten.
Ich weiß, dass es bei vielen so ist. Aktuell sieht man bei uns etliche Australian Shepherds und französische Bulldoggen.
Natürlich spielt die Optik auch eine Rolle. Immerhin will ich mein Tier auch süß finden. Ich finde Weimeraner ganz zauberhaft. Aber ich weiß, ich werde ihnen niemals gerecht werden. Das solltet ihr definitiv vor Augen halten. Egal wie süß ein Hund ist. Ihr findet bestimmt eine Rasse, die mindestens genau so süß ist wie euer „Traumhund“, der aber besser zu euch passt.

Mein Fazit

Die Hundewahl ist nicht einfach und manchmal kann man sich noch so sehr vorbereiten. Ein bisschen Überraschungsei steckt in jedem Hund. Wenn ihr euch aber vorher gut mit dem Thema beschäftigt, dann werdet ihr die richtige Rasse und den richtigen Hund für euch und euer Leben finden.
Wenn ihr genügend, Zeit, Platz, ein gutes Familienumfeld habt und sich ausreichend über den Charakter informiert habt, werdet ihr einen Partner fürs Leben bekommen. Überstürzt dabei nichts. Ihr habt alle Zeit der Welt!

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