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[Gesundheit] Oh du gefährliche Weihnachtszeit

So schön die Winter- und Weihnachtszeit für uns auch ist, gibt es für Hunde einige neue Gefahrenquellen, die wir manchmal so gar nicht als Gefahrenquelle sehen.
Wir haben mal einige zusammengefasst, auf die wir im Winter besonders achten.

Streusalz & Frostschutzmittel

Natürlich möchten wir nicht unbedingt im Winter auf den Bordsteinen ausrutschen. Durch die Räum- und Streupflicht, die in Deutschland herrscht, meinen viele Hausbesitzer und Anwohner es besonders gut mit dem Streusalz. Dazu kommt auch noch der Rollsplitt, der sich schön zwischen die Zehen drückt. Die Pfoten werden mit jedem Spaziergang wunder, jedesmal kommt wieder Streusalz in die offene Wunde und die Pfoten kommen gar nicht zum abheilen.
Hier ist es wichtig vorausschauend zu handeln. Im besten Fall vermeidet ihr Routen, auf denen viel gestreut wird.
Meistens ist es nicht ganz zu vermeiden. Wir nutzen vor dem Gassigang eine Pfotenpflege. Aber es muss nicht immer die teure Pfotenpflege aus dem Tierbedarf sein.
Zum Schutz der Pfoten eignet sich alles was fettig ist, wie z.B Melkfett, Hirschtalg, Vaseline oder auch Speiseöl.
Nach dem Spaziergang heißt es sofort Pfötchen reinigen. Viele Hunde lecken nach Spaziergängen an ihren Pfoten. Wenn das Streusalz aufgenommen wird, kann es zu Durchfall, Übelkeit oder zum Tod führen.

Genau so verhält es sich mit Frostschutzmittel. Frostschutzmittel enthält hochgiftiges Ethylenglycol. Die Hunde reagieren mit Übelkeit, Erbrechen, wackeligen Gang, beschleunigte Atmung und Krämpfen.

Advent, Advent, ein Möpslein brennt…

Dass Kerzen das ganze Jahr über gefährlich sind, ist den meisten Hundesbesitzern klar, aber dennoch gibt es jedes Jahr Brände, weil Hund oder Katz die Kerzen umgestoßen haben. Hier gilt wirklich äußerste Vorsicht. Lasst die Tiere niemals alleine mit einer Kerze, auch nicht mal kurz.

Dekoration

Ich mutiere zur Weihnachtszeit zu einer richtigen Hausfrau. Der Nestbautrieb ist bei mir offenbar das ganze Jahr ausgestellt und kommt zu Weihnachten in doppelter Ausführung wieder.
Alles muss glänzen, leuchten, scheinen. Es werden neue Pflanzen, Kerzen, Gläser, Kugeln, Teelichter und und und besorgt.
Aber auch hier gibt es einige Dinge, die nicht ganz ungefährlich sind. Eins mussten wir auch am eigenen Leib spüren. Oder eher Lotta.
Ich habe im letzten Jahr eine hüfthohe große Bodenvase mit Weihnachtskugeln und Lichterketten gefüllt. Drei mal dürft ihr raten, wer volle Wucht dagegen gerannt ist um ihren Ball zu retten? Lotta! Ein großer Knall, einmal schütteln und weiter gehts. Zum Glück ist nichts passiert, aber der Schreck saß tief. Seitdem achte ich darauf, dass meine Deko nicht in Mopshöhe steht.

Aber auch die beliebten Winterpflanzen haben ihre Tücken. Weihnachtsstern und Mistel- und Tannenzweige sind für Tiere giftig. Also heißt es auch hier: lieber aus der Reichweite nehmen und bei Katzen sogar ganz darauf verzichten. Besondere Vorsicht gilt auch, wenn Ihr als Dekoration Tannenzweige in einem Behälter mit Wasser drapiert: Hunde und Katzen trinken gerne daraus, allerdings ist das Wasser giftig für die Vierbeiner. 

Lametta, Geschenkbänder, Folienpapier…

Wer kennt es nicht? Man möchte endlich die Geschenke für Freunde und Familie einpacken und wer muss immer mitten drin sitzen? Bei uns sind es die Möpse! Die finden es nämlich ultra spannend wenn es knistert und glitzert. Ich hab schon überlegt einfach mal einen Mops zu verschenken, aber beim Einpacken zappeln sie doch zu sehr 😉
Vor allem Geschenkbänder sind bei uns hoch im Kurs. Manchmal denke ich, dass die Möpse doch eher Katzen werden sollten.
Hier ist es wirklich wichtig darauf zu achten, dass keine Kleinteile verschluckt werden können. Hier droht Erstickungsgefahr. Auch Lametta ist nicht so doll. Ich denke jeder kennt das Problem, dass ein Grashalm nach dem Fressen noch hinten raus hängt…… 😀

Die Familie

Natürlich, ich liebe meine Familie. Und meistens hören sie auch ganz gut, wenn es um die Hunde geht. Aber manchmal meinen sie es doch zu gut. Dann gibt es hier ein Stück Schokokuchen, hier ein Stück von der Weihnachtsgans. Aber ohne uns! Wir achten penibel darauf, dass die Hunde nichts ohne Erlaubnis von uns bekommen.

Vielen sind die Gefahren nämlich gar nicht bewusst.
Zum Beispiel splittern die Knochen der Weihnachtsgans extrem. Der Hefeteig bläht unsere Lieblinge von innen auf und bereitet starke Bauchschmerzen. Alles was Zimt beinhaltet kann zu Erbrechen und Benommenheit führen. Die in Zimt enthalten Cumarin-Verbindungen hemmen die Blutgerinnung.

Aber dennoch sollten wir die besinnliche Zeit gemeinsam genießen, Wenn wir auf unsere Vierbeiner etwas acht geben, ist das auch problemlos möglich.
Wir empfehlen euch Kohletabletten im Haus zu haben. Wenn euer Hund irgendwas gefressen hat oder Anzeichen von einer Vergiftung zeigt, sind die als erste Maßnahme sehr gut geeignet. Die Aktivkohl verhindert die Resorption der giftigen Wirkstoffe vom Darm in den Körper. Aber dennoch gilt: Sofort zum Tierarzt!

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